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  • Sascha Jurak

Innsbruck Alpine K25

Es ist soweit - ich steh an der Startlinie, mein Herz klopft wie wild und ich friere!

...

Gehört das eigentlich zum Trailrunning dazu, dass man sich am Start immer den Arsch abfriert?

Dann fällt der Schuss - das Rennen beginnt!





Aber nun nochmal zurück zum Anfang

2 Tage vor Racestart sind wir schon nach Innsbruck gekommen um etwas Zeit mit der Familie zu haben bevor es losgeht.


Innsbruck ist eine sehr schöne Stadt, die Umgebung mit den Bergen ist einfach einzigartig und hat ihr besonderes Flair.


Wir schlafen wieder über Airbnb etwas außerhalb von der Stadt aber das stört mich nicht. Der einzige Nachteil hat sich am Racetag ergeben da wir etwas früher raus mussten.

Claudia hat das mit unsererem kleinen Schatz in der Trage allerdings perfekt überbrückt so konnte die kleine Maus bis zur gewohnten Aufwachzeit ohne Störung schlafen.


Am Tag vor dem Race sind wir noch mit der Bahn zur Hungerburg hochgefahren zu einem Inov8 Produkttest. Ich muss schon sagen die Schuhe sind sehr geil. Vor allem weil die Zehenbox sehr groß ist. Allerdings könnte ich mir vorstellen das mir die Dämpfung für lange Strecken zu gering ist. Um das mit sicherheit sagen zu können müsste ich den Schuh allerdings länger testen.


Nun aber zu dem Rennen



Den Gimbal in der Hand, brüllend ging es über die Startlinie.


Ian war an meiner Seite … ist schon lustig wie schnell sich eine Ferundschaft über das Laufen entwickeln kann.

Generell war es sehr angenehm denn ich kannte ein paar Leute von der Trailrunnning Guide Ausbildung.


Wir rannten los und als ich auf die Uhr blickte sah ich eine 5er Pace und dachte mir … so schnell fühlt sich das gar nicht an. Und ich wußte - ich bin randvoll mit Adrenalin :-) Power!!!!

Die Vernunft sagt:

mach mal langsam

Das Herz sagt:

Egal, schauen wir mal wie weit der Sprit reicht :-)


Wir waren schneller auf der Hungerburg als die Ferundin von Ian mit der Bahn, als wir im Nachinein erfuhren. Es war sehr anstrengend aber die Wartezeiten zwischendurch, es ergab sich immer wieder ein Stau, half mir darüber immer etwas hinweg.


Wow, was für ein Gefühl - ich bin ein Trailrunner und laufe mit einem Haufen Leute auf die Hungerburg hoch. Alle zusammen und doch jeder für sich alleine!

Ein überwältigendes Gefühl.

Die Steigungen und auch die bergab Stücke machten mir richtig Spass. Die einfachen geraden machten mir richtig zu schaffen. Ich weiß nicht warum aber das geradeaus laufen war am mühsamsten.

Komischerweise hatte ich das Gefühl darauf nicht vorbereitet zu sein.

Ich dachte es geht entweder rauf oder runter. Andere erholen sich auf der geraden aber für mich ist das eher eine Qual.

Und es gab viele geraden.


Nach ca. 17km spürte ich mein rechtes Knie zwicken :-( Ich ahnte schlimmes also versuchte ich meinen Laufstil zu optmieren um nicht noch mehr mein ITS Syndrom zu verstärken.

Nach ca. 19km hatte ich richtige Schmerzen beim abwinkelen des rechten Knies ….

Also musste ich zu gehen beginnen - was solls hilft halt nix! Aufgeben ist keine Option.

Ab Km 21 gekam ich Krämpfe auf der Innenseite der Bein. Auf beide gleich stark und zur gleichen Zeit. Wo gibt’s den sowas????

5km vor mir - Aufgeben? Ich dachte daran aber …. NEIN das ist noch immer keine Option. Noch nicht, dachte ich mir insgeheim.



Ich wechselte zwischen langsam gehen und schnell gehen und zwischendruch ein paar Schritte laufen.

Ich schaffte es zur letzten Labstation an der ich noch Inge traf. Sie sagte mir Ian sei erst vor ein paar Minuten hier vorbei. Ein paar Minuten können manchmal eine halbe Ewigkeit sein.

Komischerweise hatte ich den vollen Hunger, also stopfte ich alles was nur geht in mich hinein.

Ich glaube ich bin der erste der bei einem Trailrun zunimmt :-) Zum Schluss nahm ich mir noch was zu trinken und 2 Stück Kuchen mit zum weitergehen und essen.

Meinem Magen hat das "Gott sei Dank" nicht geschadet. Das wäre das letzte das ich noch auf mein Knie und die Krämpfe brauchen konnte.

Wieder einmal war ich bei dem Punkt an dem ich nicht verstehen konnte wie es möglich sein soll 80, 100 oder gar 160km zu laufen. Darum bin ich hier - ich will es rausfinden!

Am besten fang ich mit den letzten 4km an die vor mir liegen :-)


Eine letzte Steigung - ich konnte das Ziel und die Jubelschreie schon hören. Zähne zusammenbeißen und durch.

Plötzlich wurde ich traurig - zwischen den ganzen Schmerzen die ich hatte wurde ich so traurig - es ist nun vorbei, ich werde das Rennen finishen und dann ist es vorbei.

Ich habe es geschafft - mein erste 25km Lauf mit rund 1000Hm ist bestanden!



Es ist schön dieses Ziel erreicht zu haben und einen guten Freund im Ziel zu treffen - er war wiedermal schneller :-) Conrads Ian!!


Ich bin unendlich glücklich das ich das geschafft habe und freue mich auf die nächste Herausforderung -> dem #hochkönigman

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