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  • Sascha Jurak

KAT100Marathon Trail ...

Vorweg, ihr kennt sicher diese (VORSICHT: WERBUNG) oder (WERBEANZEIGE) oder (POST ENTHÄLT WERBUNG) Sätze vor dem eigentlichen Post.

Find ich irgendwie lustig das der kleine Mann

(bitte keine Genderdiskussion starten - ich liebe und respektiere alle Frauen gleich wie Männer)

sowas machen muss und die großen einfach überall ihre Werbung platzieren. Wäre doch lustig wenn das überall so wäre zB beim Fernsehen.

"ACHTUNG ihr Film wird aufgrund von Werbung unterbrochen wir werden ihnen nun sagen was sie morgen kaufen sollen"


Ich werde auch sowas erfinden - meins geht so!!!


(ACHTUNG: ECHTSCHREIBFEHLER)

Aufgrund der Tatsache das meine Zeit begrenzt ist und ich leider nicht zu den Menschen gehöre die ihre Blogs hundertmal lesen bevor sie online gehen kann es sein das sich "#ECHTSCHREIBFEHLER" eingeschlichen haben. Ich wünsche jeden der damit umgehen kann viel Spass beim lesen oder auch beim schmunzeln :-)

Alle die eine echtschreibfehlerphobie haben würde ich um Abstand zu meinem Blog bitten!

Danke für euer Verständnis und viel Spass beim lesen :-)


Jetzt gehts aber los mit dem KAT100 Marathon


Vor ca. 8 Monaten hatte ich einen Traum.

Eine Vision - die schnell zu einer Mission wurde und das in einem disziplinierten Training enden sollte.


Das alles war mir allerdings gar nicht so bewußt.


Was mich viel mehr fasziniert, als das ich mir den Traum erfüllt habe ist, dass ich den Weg gegangen bin. Das ich die Disziplin aufgebracht habe es konsequent durch zu ziehen ohne wenn und aber.

Es waren viele verrückte Trainingseinheiten zu unmögliche Zeiten dabei.

Meine Haupttrainingszeit war Startzeit 4 Uhr morgens.

Mein oberstes Ziel war, dass meine neue Leidenschaft (und sie schafft wirklich leiden) mein Familienleben so wenig als möglich beeinflussen soll.

Klar wenn du so einen Muskelkater hast, dass du dein Kind nicht mal mehr aufheben kannst hat das schon einen gewissen Impact auf die Familie oder wenn du einfach "zwidder" bist weil du noch nicht laufen warst oder weißt das du dem Plan hinterher hinkst und so weiter ... dennoch sollte der Impact so gering als möglich sein.

Meine langen Läufe waren in der Regel fertig bevor unsere Tochter aufgewacht ist - dh zT um 3.30 Uhr morgen los das ich pünktlich zu Frühstück gegen 8.30 Uhr wieder zurück bin. Unsere kleine Maus hat mir den gefallen getan und ist an diesem Tag länger im Bett geblieben :-)

Bei manchen Trainingseinheiten war ich 5h mit einem maximal Puls von HF132 unterwegs wovon es 4h wie in Kübeln geregnet hat. Hier weiterzulaufen bedeutet ein gewisses mentales Training. Im Nachhinein betrachtet bin ich sehr dankbar dafür den für den KAT100 Marathon habe ich genau das am meisten gebraucht. Darum möchte ich euch gleich davon erzählen.


Zwei Tage vor dem #KAT100 Marathon Start am 10.08.2019 machte mein Gluteus Muskel so zu das ich fast nicht mehr gehen konnte ohne Rückenschmerzen. Mein unterer Rücken war so lädiert das es mir schwer gefallen ist unsere Tochter zu tragen.

Meine Hoffnungen an meinem Jahreshighlight teilzunehmen begannen zu schwinden.

Gott sei Dank bekam ich am Tag vor dem Rennen um 07 Uhr in der früh noch die Chance eine Sportmassage zu bekommen. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an Steffi - sie hat das ganze wieder gut reparieren können.


Also alles zusammengepackt und auf nach Fieberbrunn.

Ich werde starten auch wenn ich vielleicht/wahrscheinlich nicht ins Ziel kommen werde muss ich es versuchen.

Meine Freundin ist meine größte Stütze in solchen Zeiten. Zum Glück konnte Sie noch in allerletzter Sekunde noch ein Zimmer für uns organisieren sonst hätte ich im Auto schlafen müssen.

So konnte wir alle hinfahren und mein mentaler Support durch die Familie war auch mit dabei.

Alles ging von nun an relativ schnell ....

Auf einmal stand ich schon laufbereit beim racebriefing!


Es fühlt sich so professionell an bei einem Racebrifing dabei zu sein. Das Abenteuer wird nochmal besprochen. auf besondere Gefahren hingewiesen, das Wetter besprochen und die Strecke erklärt.


rund 60km mit 3300hm liegen vor uns


Soweit ich das mitbekommen habe, haben sich 91 Teilnehmer für das Rennen angemeldet. Eines haben wir alle gemeinsam, ob schneller Läufer und gemütlicher Läufer ... wir alle freuen uns auf die Challenge und können es kaum erwarten bis es los geht.


Jeder von uns spürt das brennen in sich und die steigende Nervosität.


Nach dem Racebriefing gehts direkt zum

Equipment Check. Ist die Pflichtausrüstung auch komplett und alles vorhanden.

Sicherheit steht bei so einem Event an erster Stelle.


Irgendwie bekomme ich in so einer Situation immer sowas wie Prüfungsangst. Ich muss mir dann immer vorstellen das ich irgendwas vergessen habe und deswegen nicht starten darf oder so?


So wie in meinem Traum letzte Nacht. Ich habe geträumt das meine Hose komplett gerissen ist als ich sie anziehen wollte und dann keine Hose mehr für den Lauf hatte und deswegen nicht teilnehmen konnte. Tja der Mensch hat schon komische Gedanken :-)


Alle kommen durch durch die Sicherheitskontrolle und finden sich in der Start Area ein.

Die flotten nehmen Aufstellung in der ersten Reihe und die nicht so flotten wie ich gleich dahinter.

Ein letztes Selfie wir noch gemacht und dann ...

PENG - 8 Uhr der Startschuss fällt

Der Spass kann beginnen.

Aufgrund von meinem Rücken starte ich natürlich aus der letzten Reihe. Sonst würde ich vielleicht sogar die vorletzte vorziehen :-)


Also voller Fokus auf Laufen und in sich reinspüren was der Körper braucht und was die Pulsuhr sagt. Auf Deutsch Volldampf VORAUS .... YIIIIHHHHAAAAAAAAAA


erster Stop St. Ulrich am Pillersee ca. 13km und 750hm+

Die Cut Off Time ist mit 3h30 gut angelegt.


Also erstmal rauf zum Jakobskreuz


Um ca. 9.30 Uhr war ich dann am Checkpoint und glücklich die erste Labstation erreicht zu haben. Das letzte Stück bis hierher war flach und in der Sonne das mag ich so gar nicht. Mir ist es lieber wenn es rauf oder runter geht. Mein Rücken tut weh aber die Schmerzen gehen von Rücken zu Oberschenkel und zurück. Das heißt für mich die Vermutung das es eine muskuläre Geschichte ist stimmt fix und ich kann weiterlaufen ohne mich irgendwie zu verletzen.

Also nächste Labstation anviesieren. Getränke und alles weitere auffüllen und los gehts.


Adlerspoint ich kooooomme! Dort warten die Wasserkanister auf uns um wieder aufzutanken.

Nächste Labstation ist dann

St. Johann in Tirol bei ca. km29


Der Aufstieg über die berühmte "steinerne Stiege" war wirklich ein hartes Stück Arbeit. Die Sonne heizte so richtig auf und es ging wie bei hohen Stufen einfach nur bergauf.


Es hat schon etwas befremdliches wenn man in voller Montur in eine Fußgängerzone einläuft :-) Herzlich willkommen in St.Johann in Tirol!!!!!

Gratulation an Gerald der das perfekte Timing für die Photobomb hatte ... hahahaha

Übrigens seinen Instaaccount findest du unter Geri_die_gams

Es freut mich immer wieder das man so nette Leute beim laufen kennenlernt!


Schmerztechnisch gehts mal auf und ab! Mal motiviert und mal weniger motiviert aber im gründe bin ich überrascht das ich noch immer so gut dastehe. Dachte das mein Kreuz schon viel früher schlapp macht aber irgendwie scheint mein ganzer Körper ins Ziel kommen zu wollen.


Also weiter zur nächsten Labstation ... am besten gar nicht erst dran denken das bis jetzt noch nicht mal die Hälfte der Strecke geschafft ist. zum Glück wußte ich das auch zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht.


Next Stop: KITZBÜHLER HORN

Jetzt gehts mal bergauf :-)



Geschlaucht mit brennenden Oberschenkel aber immens glücklich es bisher geschafft zu haben komme ich am Kitzbühler Horn an.

Der Aufstieg zum Kitzbühler Horn wurde mir mit einer super Konversation mit Keagan aus der USA, der zur Zeit in Singapore lebt verkürzt. Es ist schon spannend wie nahe man sich kennenlernt wenn man ein gemeinsames Ziel hat.

Vielen Dank für die gemeinsame Zeit Keagan!!!


Next Stop: WOLKENMOOS

- zur Abwechslung gehts jetzt mal eine Zeitlang nur bergab - ich schätze ca. 12km



Welch schöne Gegend wir hier durchlaufen dürfen. Bei dem Foto rechts unten lässt schon das Jakobskreuz wieder erkennen :-)


Die Labstation Wolkenmoos hätte bei ca. km50-52 kommen sollen und ich habe auf diese Pause gewartet bzw. mich nach der Labstation gesehnt. Mit jedem Laufschritt den ich gemacht habe betete ich endlich da zu sein. Mein Rücken, meine Oberschenkel, meine rechte Schulter, ... ich könnte nicht sagen was mir mehr weh tut.


Ich kann keine Gels mehr sehen und kann kein Elektrolyt mehr trinken. Zu achtlos und zuviel Angst vor eine Hungerrast habe ich viel zu viel in mich reingeschaufelt. Die Rechnung die ich dafür bezahlen darf heißt Durchfall und Magenkrämpfe :-(


WHERE THE FUCK IS WOLKENMOOS????


Finally nach (lt. meiner Uhr) rund 55km bin ich da ... das Lachen ist mir vergangen

Laut den Betreuern der labstation ist es jetzt nicht mehr weit. Es sind nur mehr 9km und ein paar Höhenmeter bis ins Ziel. Ich muss mich kurz setzen. Esse eine Wassermelone und eine Banane.

Ich kann nicht mehr geht mir durch den Kopf!!!!

Verdammt, so weit gekommen ... da gibt es kein aufhören mehr. Also zähne zusammenbeißen und weiter!

Statt Elektrolyte nehme ich nur mehr Wasser mit - das muss reichen.


Die letzten Kilometer habe ich mir mit Gerald aus der Gegend geteilt. Mal ist er vor gelaufen und ich bin gegangen und dann ist er gegangen und ich gelaufen. So haben wir uns Kilometer für Kilometer gepusht.


Die letzten 3 km spürte ich wie mein linkes Knie zu zicken begann. Jedesmal wenn ich es abschrecken wollte musste ich schreien vor schmerz. Ich konnte nicht mehr gehen. Es war nur mehr möglich langsam zu laufen aber mit dem Gesäß so tief das ich das Knie nie ganz ausstrecken muss. Was ein wirklicher Kraftakt für die Oberschenkel bedeutet und das nach rund 59 km .... wäh ... wann kommt denn das Ziel.


Hat es nicht geheißen 60km???? Aber da war kein Ziel nach 60km .... auch nicht nach 61 und 62 und 63 km .... wurde das Ziel schon abgebaut???


Bei Kilometer 62 habe ich nochmal die Zeit hochgerechnet und gedacht wenn ich jetzt Gas gebe könnte ich unter 11 1/2h einlaufen.


Also Zähne zusammenbeißen und alles geben was noch da ist ... leider war das nicht mehr viel ...

dann sah ich es

ich wußte nicht ob ich lachen oder weinen soll

Juhuuu nur noch ein Kilometer oder

verdammt noch ein Kilometer


Überglücklich und total fertig bin ich ins Ziel eingelaufen




Dieses Rennen war das Mentale Highlight meine bisherigen Laufkarriere. Es hat mich sehr vieles gelehrt und gezeigt wozu man fähig ist wenn man es wirklich möchte.


Hier noch die Statistiken meiner Uhr/App

Schlussendlich habe ich für die 64,62km und 3875hm rund 11h35m gebraucht


Was für ein Tag, was für ein Rennen!!!!!!!!


Mein Herz ohne dich hätte ich das niemals schaffen können.

An dem Sprichwort "Hinter jedem starken Mann steckt eine noch stärkere Frau" ist schon was dran.

DANKE DIR AUS TIEFSTEM HERZEN


#laufenmitsinn

wenn du inspiriert bist von diesem Lauf oder einem anderen, würden wir uns sehr freuen wenn du uns helfen würdest die Lebenshilfe Salzburg zu unterstützen.

Dafür habe ich das Projekt #laufenmitsinn ins Leben gerufen. Du kannst ganz einfach aber meine Kilometer direkt an die Lebenshilfe Salzburg spenden.

zb für diesen Trailrun. In Summe bin ich 64,62km gelaufen. Wenn du nur 10 cent/km spendest sind das in Summe €6,62 - Also nicht viel Geld aber für die Lebenshilfe Salzburg vielleicht genau der fehlende Betrag.


Direkt Spenden -> Lebenshilfe Salzburg

Vielen Dank für deine Unterstützung und bis zum nächsten Mal!

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DANKE Trailrunning!

Achtung #echtschreibfehler ***Alle Rechtschreibfehler sind Spezialeffekte meiner Tastatur und sind daher nicht Kritikfähig*** Das Leben gleicht einem langen Trail in vielerlei hinsicht. In jedem Trail

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