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  • Sascha Jurak

Mein erster Halbmarathon

also wenn ich mir etwas leicht vorstelle ....


... dann kommt es meistens anders :-)

Die Vorbereitungen für den HM Wels waren alles andere als optimal. Ich hatte wenig schnelle Trainingseinheiten dafür aber sehr viele lange Wanderungen und langsame Laufeinheiten. Zu allem Glück wurde ich noch ca. 7 Tage vorher krank. Physisch und Mental am Boden, aufgrund der Erkältung und der nicht optimalen Trainingsvorbereitung, fuhr ich mit Ian nach Wels um den HM gemeinsam zu laufen. ​


Letztes Happy Face vor dem start :-)

Ian war top Vorbereitet. Wie aus dem Bilderbuch. Hatte die Strecke und die Zwischenzeiten exakt analysiert und ein "Cheetsheet" mitgehabt. Und ich .... Ich dachte mir, super, du machst alles worauf man sich konzentrieren muss, ich versuche mit zu halten und einfach zu laufen.

3 Runden zu ca. je 7km Erste Runde 5:30 Pace zweite Runde 5:15 Pace dritte Runde 5:00 Pace und volldampf

Guter Plan dachte ich mir! Wird schon gut gehen.  Bei der Hinfahrt war ich noch entspannt aber als wir in Wels aus dem Auto gestiegen sind war mein Puls auf gefühlte 180.  Was mache ich hier eigentlich? Anmeldung ist durch, wir gehen uns umziehen, sind schon zurück zum aufwärmen (das habe ich noch nie so ausgedehnt praktiziert - Ian bringt mir schon wieder sehr viel bei.)

Wir stehen an der Startlinie und wünschen uns Glück.




Der Startschuß fällt und wir laufen los!

Natürlich viel zu schnell mit einer 5er Pace .... also machen wir mal langsamer aber viel langsamer als 5:15 wirds irgendwie nicht. Es fühlt sich gut an und wir können uns gut unterhalten also behalten wir das Tempo bei.

Runde eins macht Spass und es läuft gut. Wir kommen mit Leuten ins quatschen und haben Spass. Ich wußte gar nicht das man während eines HM so viel Zeit zum reden hat.

Runde zwei beginnt gut. Ca. bei der Hälfte der zweiten Runde werden wir von dem führenden in seiner Finalrunde überholt :-( Ab der Hälfte der zweiten Runde merke ich das es mir schwerer fällt mit zu halten. Wir nehmen mir zuliebe etwas tempo raus. 5:30 Pace für zwei Kilometer dann wieder rauf zu einer 5:15 Pace

Dritte Runde 5 er Pace. Mit größter Mühe kann ich irgendwie mithalten. Ian ist immer noch am munter vor sich her reden. Mir fehlt die Luft zum sprechen. Also konzentriere ich mich aufs Laufen. In den letzten 4km laufe ich gegen die Wand :-( Ich gebe Ian ein Zeichen das er Gas geben soll .. ich muss gehen. Ian läuft davon ich versuche mich bei einem 1 minütigen Spaziergang soweit zu regenerieren das ich wieder loslaufen kann. Ich laufe los ... ca. 1km später gehe ich wieder. Mein Knie beginnt zu stechen. Ich laufe wieder - ich gehe wieder - ich laufe und gehe .... Ich wußte gar nicht das 2km so verdammt lang sein können ...

Ich biege um die letzte Kurve und sehe Ian im Ziel stehen mit einem Lachen übers ganze Gesicht und weit aufgerissene Arme! ich lege nochmal alles was ich habe in die Beine und laufe auf ihn zu.

Im Ziel angekommen fallen wir uns in die Arme und sind froh es geschafft zu haben. Er war rund 2 min. schneller als ich. Gratuliere Ian zu deiner Topzeit.

​Was für ein Tag! Was für ein Erlebnis!




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Achtung #echtschreibfehler ***Alle Rechtschreibfehler sind Spezialeffekte meiner Tastatur und sind daher nicht Kritikfähig*** Das Leben gleicht einem langen Trail in vielerlei hinsicht. In jedem Trail

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