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  • Sascha Jurak

#neueErfahrung

Immer mal was neues machen ....


Vor etwas mehr als einem Jahr habe ich zu laufen begonnen. Es hatte am Anfang eigentlich gar nicht so Spass gemacht - es war vielmehr der Wille und die Neugier wie weit kann ich laufen.

Das treibt mich auch heute noch an mit dem großen Unterschied, dass ich das Laufen abseits der Wege mittlerweile liebe und es ab und zu auch der pure Genuss ist.


So ähnlich geht es mir mit dem Schwimmen. Ich mag es nicht. Bin langsam und kann nur Brusstschwimmen.

Ja ich kann nicht kraulen, zumindest nicht so das der Kopf unter Wasser bleibt. Wenn ich kraule fliegt mein Kopf immer von links nach rechts.

Links ausatmen, rechts einatmen.

Unter Wasser ausatmen - ich weiß noch nicht warum aber das geht einfach nicht.


Nichtsdestotrotz habe ich vor ein paar Tagen zu Claudia gesagt:

Eines Tages schwimme ich von Mattsee nach Lochen!

Sie lies das unkommentiert stehen.

Ich würde schätzen da sind in etwa 4km.


Ein paar Tage zuvor habe ich mir einen Schwimmanzug gekauft. Da ich grundsätzlich zum frieren tendiere dachte ich mir das sei ein gute Idee. 

An dem Tag, nachdem ich Claudia von meinem Vorhaben erzählt habe, stand ich schon um 4.30 Uhr morgens am See und zwängte mich in diesen verdammt kleinen Schwimmanzug.


Oh Mann das war eine prozedur. Gefühlt eine Million Mücken umkreiseten mich und ich hatte keine Ahnung wie ich am besten in den Anzug komme ohne Ihn zu beschädigen.

Gefühlte 30 min. später - Juhuuu ... ich bin drinnen!


Laufrucksack und Schuhe in die aufblasbare Boje gepackt (ohne Boje würde ich mich nicht soweit rausschwimmen drauen - da bin ich eher ein Angsthase :-) ) und rein ins Wasser.

WOW ... der Anzug hält was er verspricht. Mir wird nicht kalt und es fühlt sich warm an.

Also dachte ich mir gleich ... machst halt aus der kleinen Probierrunde gleich den Ansturm auf Lochen :-) Ganz nach dem Motto: Think Big!

Voll motiviert bis nach Lochen zu schwimmen legte ich mich ins Zeug. Natürlich immer mit meiner Brustsschwimmentechnik :-)

Was für ein gefühl!

Ganz alleine am See - meine orange Boje und ich.

Die Wellen plätschern, der Wind zieht über das Wasser, ...


Ich habe eine Schwimmbrille auf mit blauem Glas. Es filtert Sonnenlicht sehr gut raus.

Somit habe ich den Sonnenaufgang verpasst :-(

Die Sonne hatte sich hinter ein paar Wolken versteckt aber die typischen Sonnenaufgangsfarben wurden durch die Brille gefiltert und somit sah es immer aus als ob gleich die Welt untergehen würde. Dunkle Regenwolken, graue (blaue)Stimmung, und ein weiter Weg vor mir, ...

Noch dazu kam das ein Flugzeug vorbeigeflogen ist und sich das wie ein Donner angehört hat. Ich zuckte zusammen und dachte mir: wenn es jetzt Blitzt wars das! 


Also sah ich mich um wo das Land am nächsten ist, sodass ich raus kann bevor es wirklich gewittert. Dann fing es an zu regnen :-(

Oh mein Gott ... .nicht so!!!!! 

Ok, ich gebe zu vielleicht ein bisschen zu panische Gedanken aber Wasser ist halt nicht meins. Hier kann ich nicht einfach davonlaufen.


2 Minuten drauf: regen ist weg - Schwimmbrille habe ich abgenommen - die Sonnenfarben kommen raus und die Wolken verziehen sich.

Alles ist wieder gut und motiviert nehme ich Kurs auf Lochen :-)


Ca. nach eine Stunde merke ich das meine Muskeln müde werden. Leider habe ich meine Uhreinstellungen nicht angepasst somit wußte ich nicht wie spät es ist. Ich hatte nur die die Schwimmdauer am Display aber wenn du nicht weißt wann genau du losgeschwommen bist hilft das nicht viel.

Also beschloss ich früher an Land zu gehen und mein Vorhaben bis nach Lochen zu schwimmen aufzugeben. Mein Oberkörper ist noch nicht soweit. Zumindest signalisieren mir das meine Muskeln. Auch meine Beine melden sich zu Wort. Ich gebe meinem Körper nach und suche eine stelle an der ich an Land gehen kann.

Nach ca. 2,5 km und 1 1/2h später gehe ich an Land.


Was für ein Tagesstart.


Schnell umgezogen, währenddessen wieder den Kampf mit 1 Million Mücken aufgenommen.

Den Schwimmanzug in den Laufrucksack verstaut und los gehts mit einem Kleinen Lauf über geliebtes Land back home!


Ca. 5k und 30 Minuten später war ich zuhause. Noch ein bisschen Yoga und der Tag kann losgehen.



Heute habe ich es nicht bis nach Lochen geschafft aber das nächste mal werde ich es schaffen.

Mattsee - I´ll be back!


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